
Kosten Brandschutz
Brandschutztür Kosten: Nachrüsten & Einbau
Ob im Treppenhaus, der Tiefgarage oder beim Kellerabgang: Brandschutztüren sind oft Pflicht. Hier findest du realistische Preise für T30- und T90-Türen 2026, was Nachrüsten im Bestand zusätzlich kostet und worauf es beim fachgerechten Einbau ankommt.
Brandschutztüren schützen im Ernstfall Fluchtwege, Treppenhäuser und Kellerabgänge – vorgeschrieben sind sie in Mehrfamilienhäusern, Tiefgaragen, Gewerbeobjekten und oft auch bei Einliegerwohnungen. Aber was kostet eine Brandschutztür 2026 wirklich, und lohnt sich das Nachrüsten im Bestand gegenüber einem kompletten Neueinbau? Hier findest du realistische Preise für T30- und T90-Türen, die wichtigsten Kostentreiber und worauf du beim Einbau achten solltest.
Was kostet eine Brandschutztür?
Für eine einfache T30-Stahltür inklusive Zarge kalkulierst du 2026 mit 900 bis 1.800 Euro, komplett montiert. Wählst du eine Holztür mit Dekorfurnier für den Wohnbereich oder eine Ausführung mit Glasausschnitt, liegst du schnell bei 1.600 bis 2.800 Euro. Bei T90-Türen, die eine deutlich längere Feuerwiderstandsdauer von 90 Minuten bieten, startet der Preis bei etwa 1.800 Euro und kann bei Sondermaßen oder Glaselementen auf 3.000 bis 5.000 Euro steigen. Diese Preisspannen gelten für Standardmaße; Sonderbreiten, zweiflügelige Ausführungen oder Türen mit Feststellanlage treiben den Preis zusätzlich nach oben.
Zum Vergleich lohnt sich ein Blick auf die einzelnen Kostenblöcke: Bei einer T30-Standardtür entfallen grob 60 bis 70 Prozent des Preises auf das Türblatt samt Zarge, der Rest verteilt sich auf Beschläge, Dichtungen und den obligatorischen Türschließer. Bei T90-Türen verschiebt sich das Verhältnis leicht zugunsten der Zarge, da diese meist verstärkt und im Mauerwerk zusätzlich verankert werden muss. Wer mehrere Türen gleichzeitig austauschen lässt, etwa bei einer Sanierung des gesamten Treppenhauses, bekommt bei vielen Fachbetrieben zudem einen Mengenrabatt von 5 bis 10 Prozent auf den Gesamtauftrag.
Wer ohnehin gerade mehrere Gewerke im Haus koordiniert, kennt das Problem: Einzelposten wie die Brandschutztür verschwinden schnell in der Gesamtkalkulation. Genau wie bei den Malerarbeiten-Kosten pro Quadratmeter lohnt sich auch hier ein separates Angebot, damit du den tatsächlichen Aufwand für die Tür von den übrigen Handwerkerleistungen trennen kannst.
T30 oder T90: Unterschiede und Preise
Die Klassenbezeichnung gibt an, wie lange die Tür im Brandfall standhält, bevor Feuer und Rauch durchdringen: T30 steht für 30 Minuten Feuerwiderstand, T90 für 90 Minuten. T30-Türen reichen in den meisten Einfamilienhäusern und bei Kellerabgängen aus, T90 ist dagegen häufig in Mehrfamilienhäusern zwischen Treppenhaus und Tiefgarage, in Gewerbebauten oder bei besonders schutzbedürftigen Bereichen vorgeschrieben. Der Preisunterschied ergibt sich vor allem aus der dickeren Kernfüllung, verstärkten Zargen und aufwendigeren Dichtungssystemen bei T90-Modellen.
Ob T30 oder T90 nötig ist, schreibt in der Regel die Landesbauordnung oder ein Brandschutzkonzept vor – im Zweifel klärt das ein Sachverständiger vor dem Kauf, denn eine falsch gewählte Klasse musst du im Zweifel komplett austauschen. Neben T30 und T90 gibt es zudem noch T60 und T120, die aber meist nur in Sonderbauten wie Hochhäusern oder Industriegebäuden vorgeschrieben sind und im privaten Bereich kaum eine Rolle spielen.
Nachrüsten in bestehende Wände
Willst du eine vorhandene Standardtür gegen eine Brandschutztür austauschen, kommen zur reinen Tür zusätzliche Kosten für die Anpassung der Maueröffnung hinzu. Passt das Rohbaumaß nicht exakt, muss die Laibung nachgearbeitet, teils sogar die Wand geringfügig versetzt werden. Rechne hierfür mit einem Zuschlag von 300 bis 700 Euro auf den Türpreis, je nachdem wie stark die vorhandene Öffnung vom benötigten Maß abweicht. Bei stark abweichenden Maßen oder tragenden Wänden kann eine Sonderanfertigung nötig werden, die den Gesamtpreis deutlich erhöht.
Ähnlich wie bei anderen Bestandsanpassungen entscheiden auch hier oft Details darüber, ob ein Projekt im Rahmen bleibt oder teurer wird. Unser Ratgeber zu den Kosten fürs Neudecken eines Dachs pro Quadratmeter zeigt, wie ähnlich sich solche Bestandsanpassungen bei ganz unterschiedlichen Gewerken auf den Endpreis auswirken.

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Neueinbau: Montagekosten und Kostenfaktoren
Neben dem reinen Türpreis fällt bei jeder Brandschutztür die Montage an. Für eine T30-Tür kalkulierst du 300 bis 600 Euro Einbaukosten, bei T90-Türen mit aufwendigerer Zargenbefestigung und zusätzlicher Abdichtung eher 500 bis 900 Euro. Hinzu kommen je nach Ausstattung Zusatzkosten für einen obligatorischen Türschließer, eine Feststellanlage mit Rauchmelder-Kopplung oder ein Panikschloss bei Fluchttüren – hier können schnell weitere 150 bis 400 Euro dazukommen.
Die genaue Höhe hängt außerdem davon ab, ob die Tür in eine tragende oder nichttragende Wand eingebaut wird, wie zugänglich die Baustelle ist und ob Elektroarbeiten für Rauchmelder oder Feststellanlagen mit eingeplant werden müssen. Wer die Brandschutztür im Zuge einer größeren Modernisierung einbaut, findet ergänzende Orientierung im Ratgeber Haus renovieren von heldenratgeber.de, der zeigt, wie sich einzelne Gewerke sinnvoll bündeln lassen.

| Türtyp | Preis (Tür + Einbau) |
|---|---|
| T30 Stahl-Brandschutztür (Standard) | 900 – 1.800 € |
| T30 Holz-Brandschutztür (Dekor) | 1.300 – 2.600 € |
| T30 mit Glasausschnitt | 1.600 – 2.800 € |
| T90 Stahl-Brandschutztür (Standard) | 1.800 – 3.500 € |
| T90 Sondermaß / mit Glaselement | 3.000 – 5.000 € |
| Nachrüsten in Bestandswand (Zuschlag) | +300 – 700 € |
Häufige Fragen
Muss eine Brandschutztür immer vom Fachbetrieb eingebaut werden?
Ja. Brandschutztüren verlieren ihre Zulassung, wenn sie nicht exakt nach Herstellervorgabe montiert werden – etwa bei falscher Verankerung oder fehlender Fugenabdichtung. Nur ein Fachbetrieb kann den korrekten Einbau bestätigen, was bei Kontrollen oder im Schadensfall entscheidend ist.
Wie lange hält eine Brandschutztür, bevor sie erneuert werden muss?
Bei regelmäßiger Wartung und intaktem Dichtungssystem halten Brandschutztüren in der Regel 20 bis 30 Jahre. Beschädigte Dichtungen, verzogene Zargen oder ein defekter Türschließer sollten allerdings sofort ausgetauscht werden, da sonst die Schutzwirkung nicht mehr gewährleistet ist.
Gibt es Förderung für den Einbau von Brandschutztüren?
Eine gezielte Förderung nur für Brandschutztüren gibt es aktuell nicht. Wird die Tür jedoch im Rahmen einer geförderten energetischen Sanierung oder eines Barrierefreiheits-Umbaus mit eingebaut, kann sie unter Umständen als Teilmaßnahme im jeweiligen Förderprogramm berücksichtigt werden – das solltest du vorab mit einem Energieberater klären.
Zuletzt aktualisiert: Juli 2026 · Angaben ohne Gewähr · Titelbild: KI-generiert.