Wärmepumpe

Wärmepumpe austauschen: Kosten für den Ersatz 2026

Eine alte Wärmepumpe gegen eine neue zu tauschen kostet 2026 meist 12.000 bis 28.000 Euro. Der Ersatz ist oft günstiger als der Erstumstieg, weil Heizkörper, Leitungen und bei Erdwärme auch die Sonde bleiben können.

Kurz gefasst: Der 1:1-Tausch einer Luft-Wasser-Wärmepumpe liegt bei 14.000 bis 28.000 Euro inklusive Montage. Bei einer Erdwärmepumpe mit intakter Sonde zahlst du 12.000 bis 22.000 Euro, weil die teure Bohrung entfällt. Demontage und Kältemittelentsorgung kosten zusätzlich 500 bis 1.500 Euro. Eine Reparatur lohnt sich meist nur, wenn das Gerät jünger als zwölf Jahre ist.

14.000 bis 28.000 Euro

Luft-Wasser-Wärmepumpe im Einfamilienhaus, Tausch inklusive Montage.

12.000 bis 22.000 Euro

Sole-Wasser-Wärmepumpe, wenn die vorhandene Sonde weiter genutzt wird.

15 bis 20 Jahre

Übliche Lebensdauer, der Verdichter ist meist das erste Bauteil, das aufgibt.

2 bis 4 Arbeitstage

Demontage, Aufstellung, Anschluss und Inbetriebnahme beim reinen Gerätetausch.

Was kostet es, eine Wärmepumpe auszutauschen?

Die Rechnung setzt sich aus dem neuen Gerät, der Montage, dem Abbau der Altanlage und kleineren Anpassungen zusammen. Bei einem sauberen 1:1-Tausch bleibt die Wärmeverteilung im Haus unverändert. Genau das macht den Ersatz günstiger als den ersten Einbau, bei dem oft Heizkörper, Speicher und Elektrik neu kommen.

PostenPreisHinweis
Neues Gerät Luft-Wasser, 8 bis 12 kW8.000 bis 16.000 Euroje nach Hersteller und Kältemittel
Neues Gerät Sole-Wasser, 6 bis 10 kW9.000 bis 15.000 Euroohne Bohrung
Montage und Inbetriebnahme2.500 bis 6.000 EuroHeizungsbauer plus Kältetechnik
Abbau und Kältemittelentsorgung500 bis 1.500 Euronur durch zertifizierten Betrieb
Neues Fundament für die Außeneinheit300 bis 1.000 Eurowenn Maße nicht passen
Elektroanpassung und Zählerschrank500 bis 2.500 Euroabhängig vom Altbestand
Neuer Warmwasserspeicher1.500 bis 3.500 Eurooft sinnvoll bei alten Speichern
Pufferspeicher tauschen1.000 bis 3.000 Euronicht bei jeder Anlage nötig

Wer mehr über die Preise eines kompletten Neueinbaus wissen will, findet die Zahlen im Ratgeber zu den Kosten einer Wärmepumpe. Der Vergleich zeigt, wie viel du beim Ersatz durch die vorhandene Infrastruktur sparst.

Luftwärmepumpe oder Erdwärmepumpe: Wo liegt der Unterschied beim Tausch?

Bei einer Luft-Wasser-Wärmepumpe tauschst du Außen- und Inneneinheit komplett. Der Aufwand hängt davon ab, ob das neue Gerät auf das alte Fundament passt und wie lang die Leitungen zum Haus sind.

Bei einer Erdwärmepumpe ist die Lage anders. Die Erdsonde hält in der Regel deutlich länger als das Gerät im Keller. Ist sie dicht und liefert noch genug Wärme, tauschst du nur die Wärmepumpe im Haus. Die Bohrung, die beim Erstbau oft ein Drittel der Kosten ausmacht, fällt weg.

MerkmalLuft-WasserSole-Wasser mit Bestandssonde
Gesamtkosten Tausch14.000 bis 28.000 Euro12.000 bis 22.000 Euro
Was getauscht wirdAußen- und Inneneinheitnur das Gerät im Haus
Prüfung vorabFundament, SchallabstandDruckprobe und Sole der Sonde
Typische Dauer2 bis 3 Tage2 bis 4 Tage

Praxistipp: Lass bei einer Erdwärmepumpe vor dem Kauf eine Druckprüfung der Sonde machen. Sie kostet meist 200 bis 500 Euro und klärt, ob die Sonde weiter genutzt werden kann.

Reparieren oder austauschen: Ab wann lohnt sich ein neues Gerät?

Der häufigste teure Defekt ist der Verdichter. Sein Tausch kostet je nach Gerät 2.500 bis 6.000 Euro. Bei einer Anlage unter zehn Jahren ist die Reparatur fast immer die bessere Wahl. Ab etwa 15 Jahren rechnet sich der Austausch, vor allem wenn weitere Bauteile altern.

  • Gerät jünger als 10 Jahre: reparieren, sofern Ersatzteile lieferbar sind.
  • Gerät 10 bis 15 Jahre: Reparaturkosten mit der Einsparung eines neuen Geräts vergleichen.
  • Gerät älter als 15 Jahre: Austausch meist wirtschaftlicher.
  • Ersatzteile nicht mehr lieferbar: Austausch, auch bei jüngeren Anlagen.

Eine regelmäßige Wartung verlängert die Lebensdauer spürbar. Was sie kostet, steht im Ratgeber zu den Wartungskosten einer Wärmepumpe.

Was bringt eine neue Wärmepumpe an Ersparnis?

Neue Geräte arbeiten effizienter als Anlagen aus den 2000er Jahren. Steigt die Jahresarbeitszahl etwa von 3,0 auf 3,8, sinkt der Stromverbrauch um rund ein Fünftel. Bei 5.000 Kilowattstunden Stromverbrauch und 30 Cent je Kilowattstunde sind das rund 300 Euro im Jahr.

Dazu kommt der Wechsel des Kältemittels. Ältere Anlagen laufen oft mit synthetischen Kältemitteln, die nach der EU-F-Gas-Verordnung schrittweise knapper und teurer werden. Neue Geräte nutzen häufig Propan (R290), das höhere Vorlauftemperaturen schafft. Das hilft in älteren Häusern mit Heizkörpern.

Prüfe beim Tausch auch die Einstellung der Anlage. Ein hydraulischer Abgleich senkt die nötige Vorlauftemperatur und holt mehr aus dem neuen Gerät heraus.

Gibt es Förderung für den Austausch?

Der Ersatz einer alten Wärmepumpe kann über die Heizungsförderung der KfW bezuschusst werden, wenn die technischen Voraussetzungen erfüllt sind. Fördersätze und Bedingungen haben sich 2026 mehrfach geändert. Prüfe deshalb vor dem Auftrag den aktuellen Stand direkt bei der KfW. In der Regel muss der Antrag gestellt sein, bevor du den Vertrag unterschreibst.

Ohne Zuschuss bleibt der Steuerweg. Für selbst bewohntes Eigentum, das älter als zehn Jahre ist, erlaubt § 35c EStG einen Abzug von 20 Prozent der Kosten, verteilt auf drei Jahre. Alternativ kannst du 20 Prozent der Arbeitskosten als Handwerkerleistung absetzen, höchstens 1.200 Euro im Jahr. Beides lässt sich nicht mit einem Zuschuss für dieselbe Maßnahme kombinieren. Dieser Abschnitt ersetzt keine Steuerberatung, im Einzelfall entscheidet das Finanzamt.

Lohnt sich statt Tausch ein anderes Heizsystem?

Die meisten Besitzer bleiben bei der Wärmepumpe, weil Verteilung und Elektrik schon passen. Ein Wechsel auf ein anderes System ist nur sinnvoll, wenn sich am Haus viel geändert hat. Die Preise der Alternativen findest du im Ratgeber zum Heizungstausch. Wer das Dach nutzen kann, kombiniert die neue Wärmepumpe oft mit einer Photovoltaikanlage mit 10 kWp, um einen Teil des Stroms selbst zu erzeugen.

Anders sieht es aus, wenn im Haus noch zwei Systeme laufen, etwa eine Wärmepumpe für das Wasser und eine Gastherme für die Heizung. Dann lohnt ein Blick auf beide Geräte. Was der Ersatz der Therme kostet, steht im Ratgeber Gastherme austauschen. Sind die Leitungen im Keller alt oder korrodiert, plane außerdem Geld für neue Heizungsrohre ein. Beim Tausch der Wärmepumpe liegen die Leitungen ohnehin offen, und der Heizungsbauer ist schon vor Ort.

Was kostet der Austausch einer Luftwärmepumpe?

Für ein Einfamilienhaus rechnest du 14.000 bis 28.000 Euro inklusive Gerät, Montage und Entsorgung des Altgeräts. Neue Speicher oder Elektroarbeiten können den Preis zusätzlich um einige Tausend Euro erhöhen.

Kann die Erdsonde beim Tausch bleiben?

Meistens ja, denn Erdsonden halten deutlich länger als das Gerät. Eine Druckprüfung für 200 bis 500 Euro zeigt, ob sie dicht ist und weiter genutzt werden kann.

Wie lange hält eine Wärmepumpe?

Übliche Geräte laufen 15 bis 20 Jahre. Mit regelmäßiger Wartung und passender Auslegung erreichen viele Anlagen das obere Ende, schlecht eingestellte Geräte fallen oft früher aus.

Lohnt sich eine Reparatur des Verdichters?

Bei Geräten unter zehn Jahren meist ja, der Tausch kostet 2.500 bis 6.000 Euro. Bei älteren Anlagen ist ein neues Gerät wegen besserer Effizienz oft die wirtschaftlichere Lösung.

Wie lange dauert der Austausch?

Ein reiner Gerätetausch dauert zwei bis vier Arbeitstage. In dieser Zeit ist die Heizung aus, im Winter helfen Heizlüfter oder ein mobiles Heizgerät vom Installateur.

Zuletzt aktualisiert: September 2026 · Preise als Bundesdurchschnitt inklusive Mehrwertsteuer · Angaben ohne Gewähr.

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