
Kosten Renovierung
Wohnung renovieren: Kosten pro Quadratmeter (2026)
Von der Auffrischung mit neuer Wandfarbe bis zur Komplettsanierung: Hier findest du realistische Quadratmeterpreise für 2026, die wichtigsten Kostentreiber und konkrete Tipps, wie du dein Renovierungsbudget im Griff behältst.
Du willst deine Wohnung renovieren und fragst dich, was das pro Quadratmeter wirklich kostet? Die Antwort hängt stark davon ab, ob du nur frische Farbe an die Wände bringst oder Bad, Elektrik und Böden komplett erneuerst. In diesem Ratgeber bekommst du realistische Preise für 2026, die wichtigsten Kostentreiber und praktische Tipps, wie du dein Budget im Griff behältst.
Kosten pro Quadratmeter im Überblick
Als grobe Orientierung gilt: Eine kosmetische Auffrischung (Streichen, kleine Ausbesserungen) kostet zwischen 20 und 40 Euro pro Quadratmeter. Eine Teilrenovierung mit neuem Bodenbelag, überarbeiteten Wänden und punktuellen Elektroarbeiten liegt bei 150 bis 400 Euro pro Quadratmeter. Wer eine Komplettsanierung plant – inklusive Bad, Elektrik, Heizung und Böden – muss mit 800 bis 1.500 Euro pro Quadratmeter rechnen, in Altbauten mit versteckten Substanzproblemen auch deutlich mehr.
Für eine 70-Quadratmeter-Wohnung bedeutet das: von rund 1.400 Euro für eine reine Auffrischung bis zu über 100.000 Euro für eine Kernsanierung mit gehobener Ausstattung. Wenn du dazu auch das ganze Haus im Blick hast, lohnt sich ein Blick in unseren Ratgeber zu Sanierungskosten fürs Haus, dort findest du den kompletten Überblick über alle Gewerke.
Wichtig: Die genannten Quadratmeterpreise beziehen sich auf reine Handwerkerleistungen inklusive Material. Planungskosten, Entsorgung von Bauschutt und eine mögliche Zwischenmiete während der Bauzeit kommen bei größeren Vorhaben noch obendrauf. Rechne bei einer Komplettsanierung deshalb mit einem Puffer von 10 bis 15 Prozent für unvorhergesehene Kosten – gerade in Altbauten tauchen hinter alten Tapeten oder unter losen Böden häufig Überraschungen wie Feuchtigkeit oder marode Leitungen auf.
Die wichtigsten Kostenfaktoren
Mehrere Faktoren entscheiden, ob du am unteren oder oberen Ende der Preisspanne landest:
- Zustand der Bausubstanz: Altbauten mit alter Elektrik oder Feuchtigkeitsschäden verursachen zusätzliche Kosten, die vorher oft nicht sichtbar sind.
- Umfang der Arbeiten: Wände streichen ist günstig, ein neues Bad mit Fliesen, Sanitär und Heizung treibt den Quadratmeterpreis massiv nach oben.
- Material- und Ausstattungsniveau: Standardfliesen vs. Designfliesen, Laminat vs. Massivholzparkett – hier liegen oft mehrere Hundert Euro pro Quadratmeter Unterschied.
- Handwerkerverfügbarkeit und Region: In Ballungsräumen wie München oder Hamburg liegen Handwerkerpreise 15 bis 25 Prozent über dem Bundesdurchschnitt.
- Energetische Maßnahmen: Wer im Zuge der Renovierung auch dämmt, sollte die Kosten für eine Fassadendämmung separat einplanen – sie zählt meist nicht zur Innenrenovierung, wird aber oft im selben Zug beauftragt.
Ein weiterer Punkt, der oft unterschätzt wird: Baugenehmigungen. Solange du nur Oberflächen, Böden oder die Küche erneuerst, brauchst du in der Regel keine Genehmigung. Sobald du aber tragende Wände veränderst, den Grundriss anpasst oder als Mieter größere bauliche Eingriffe planst, solltest du vorab mit Vermieter, Hausverwaltung oder Bauamt sprechen, um teure Rückbauten zu vermeiden.
Preistabelle: Renovierung nach Leistung
Die folgende Tabelle zeigt typische Quadratmeterpreise für einzelne Gewerke, wie sie 2026 in Deutschland üblich sind:
| Leistung | Preis pro qm |
|---|---|
| Wände streichen (inkl. Vorarbeiten) | 15–25 € |
| Tapezieren | 20–35 € |
| Laminat verlegen | 25–45 € |
| Parkett verlegen | 60–120 € |
| Fliesen verlegen (Bad/Küche) | 70–130 € |
| Elektroinstallation erneuern | 100–180 € |
| Badsanierung komplett | 1.000–1.800 € (pro qm Bad) |
| Komplettrenovierung Wohnung | 800–1.500 € |
Beispielrechnung für eine 3-Zimmer-Wohnung
Bei 75 Quadratmetern und einer Teilrenovierung (neue Böden, gestrichene Wände, kleines Update im Bad) kommst du auf etwa 15.000 bis 25.000 Euro. Für reine Malerarbeiten in Eigenregie findest du bei Bedarf eine Schritt-für-Schritt-Anleitung im Ratgeber Wand streichen von heldenratgeber.de – das spart bares Geld, wenn du selbst zum Pinsel greifst.

Streichen und Tapezieren sind die günstigsten Positionen und lassen sich mit etwas Geschick auch in Eigenleistung erledigen.

Laminat ist die budgetfreundliche Wahl, während Massivholzparkett den Quadratmeterpreis spürbar nach oben treibt.

Fliesen, Sanitär und Elektrik im Bad sind der größte Einzelposten jeder Wohnungsrenovierung.
Teilrenovierung vs. Komplettsanierung
Bei einer Teilrenovierung beschränkst du dich auf einzelne Räume oder Gewerke: neue Böden im Wohnzimmer, frische Farbe im Flur, ein aufgefrischtes Bad ohne Grundrissänderung. Das hält die Kosten überschaubar und lässt sich gut über mehrere Jahre staffeln.
Eine Komplettsanierung lohnt sich vor allem bei älteren Wohnungen, in denen Elektrik, Rohre und Fenster ohnehin am Ende ihrer Lebensdauer sind. Hier lassen sich Gewerke bündeln, was pro Quadratmeter oft günstiger ist als mehrere Einzelmaßnahmen nacheinander zu beauftragen – allerdings ist die Gesamtinvestition natürlich deutlich höher.
Auch die Bauzeit unterscheidet sich deutlich: Eine Teilrenovierung ist je nach Umfang in ein bis drei Wochen erledigt, während eine Komplettsanierung mit Bad und Elektrik schnell sechs bis zwölf Wochen dauert – Lieferzeiten für Fliesen, Sanitärobjekte oder Türen eingerechnet. Plane deshalb frühzeitig, wenn du während der Arbeiten nicht in der Wohnung wohnen kannst.

Sparen ohne Qualitätsverlust
Nicht jede Einsparung lohnt sich langfristig. Diese Strategien senken die Kosten, ohne dass du bei der Qualität Abstriche machen musst:
- Eigenleistung bei einfachen Arbeiten: Streichen, Tapezieren oder das Verlegen von Klick-Laminat kannst du mit etwas Vorbereitung selbst übernehmen.
- Gewerke bündeln: Wenn ohnehin Handwerker im Haus sind, lassen sich zusätzliche Arbeiten oft günstiger mitbeauftragen.
- Förderungen prüfen: Für energetische Maßnahmen wie neue Fenster oder Dämmung gibt es 2026 weiterhin KfW- und BAFA-Zuschüsse.
- Materialien vergleichen: Baumärkte und Fachhandel unterscheiden sich bei Fliesen und Bodenbelägen preislich oft um 20 Prozent oder mehr.
Ob sich ein Handwerker lohnt, hängt vom Gewerk ab: Bei Elektrik, Sanitär und Fliesenarbeiten solltest du auf keinen Fall selbst ran – Fehler werden hier teuer und können im Schadensfall sogar den Versicherungsschutz gefährden. Bei Malerarbeiten, dem Verlegen von Klick-Vinyl oder kleinen Ausbesserungen sparst du dagegen mit Eigenleistung oft mehrere Hundert Euro.
Häufige Fragen zur Wohnungsrenovierung
Was kostet eine Wohnung renovieren pro qm im Durchschnitt?
Im Durchschnitt liegen die Kosten für eine Teilrenovierung bei 150 bis 400 Euro pro Quadratmeter, für eine Komplettsanierung bei 800 bis 1.500 Euro pro Quadratmeter.
Wie viel kostet die Renovierung einer 60-qm-Wohnung?
Bei einer Teilrenovierung liegst du bei etwa 9.000 bis 24.000 Euro, bei einer Komplettsanierung bei 48.000 bis 90.000 Euro, abhängig von Ausstattungsniveau und Bausubstanz.
Lohnt sich eine Renovierung vor dem Verkauf?
Kleinere Auffrischungen wie Streichen und ein gepflegter Bodenbelag zahlen sich beim Verkauf meist aus. Größere Investitionen wie eine komplette Badsanierung solltest du nur vornehmen, wenn sie sich im erzielbaren Verkaufspreis widerspiegeln.
Welche Fördermittel gibt es 2026 für die Wohnungsrenovierung?
Für energetische Maßnahmen wie Dämmung, Fenstertausch oder den Einbau einer Wärmepumpe stehen 2026 weiterhin KfW-Kredite und BAFA-Zuschüsse zur Verfügung. Rein kosmetische Renovierungen sind in der Regel nicht förderfähig.
Zuletzt aktualisiert: Juli 2026 · Angaben ohne Gewähr · Titelbild: KI-generiert.