Terrasse & Wege
Bordsteinabsenkung: Kosten, Antrag und Ablauf 2026
Eine Bordsteinabsenkung für eine Grundstückszufahrt kostet 2026 meist 1.500 bis 5.000 Euro. Die Kosten trägt in der Regel der Grundstückseigentümer, und ohne Genehmigung der Gemeinde darf am Gehweg nichts verändert werden.
Kurz gefasst: Für eine Absenkung mit 4 bis 6 Metern Länge zahlst du meist 1.500 bis 5.000 Euro. Pro laufendem Meter sind 250 bis 800 Euro üblich, je nach Gehwegaufbau und Leitungen im Boden. Dazu kommen Verwaltungsgebühren der Gemeinde, deren Höhe sich von Ort zu Ort unterscheidet. Den Antrag stellst du beim Tiefbauamt oder der Straßenbaubehörde, die Arbeiten führt eine Straßenbaufirma aus.
für eine typische Zufahrt mit 4 bis 6 Metern Absenkung.
pro laufendem Meter, je nach Gehweg und Untergrund.
Tiefbauamt oder Straßenbaubehörde entscheidet über die Absenkung.
vom Antrag bis zur Fertigstellung, je nach Behörde und Saison.
Was kostet eine Bordsteinabsenkung?
Der Preis hängt an der Länge der Absenkung, am Aufbau des Gehwegs und daran, was im Boden liegt. Ein einfacher Plattenweg ohne Leitungen ist schnell umgebaut. Liegen Strom-, Gas- oder Telefonleitungen flach unter dem Gehweg, müssen sie geschützt oder tiefer gelegt werden. Das kann die Rechnung deutlich erhöhen.
| Posten | Preis | Hinweis |
|---|---|---|
| Bordsteine ausbauen, Tiefbord setzen | 120 bis 300 Euro | pro laufendem Meter |
| Gehweg im Übergang neu aufbauen | 80 bis 200 Euro | pro qm, befahrbar |
| Verkehrssicherung und Absperrung | 200 bis 800 Euro | pauschal |
| Leitungsauskunft und Schutz von Leitungen | 100 bis 1.500 Euro | stark abhängig vom Bestand |
| Baustelleneinrichtung und Anfahrt | 300 bis 900 Euro | pauschal |
| Verwaltungsgebühr der Gemeinde | je nach Gemeinde | vorab erfragen |
Die Spanne ist groß, weil jede Straße anders gebaut ist. Manche Gemeinden verlangen, dass der gesamte Gehweg im Bereich der Zufahrt neu gepflastert wird. Bei einem Gehwegabschnitt von 5 mal 1,5 Metern sind das schnell 7,5 Quadratmeter zusätzlich.
Beispielkosten nach Länge der Absenkung
| Absenkung | Typischer Fall | Kosten gesamt |
|---|---|---|
| 3 bis 4 m | Einzelgarage oder schmale Zufahrt | 1.500 bis 3.000 Euro |
| 5 bis 6 m | Doppelgarage oder Carport | 2.500 bis 5.000 Euro |
| 8 bis 10 m | breite Hofeinfahrt | 4.000 bis 8.000 Euro |
| mit Leitungsverlegung | Versorgungsleitungen zu flach | zusätzlich 1.000 bis 4.000 Euro |
Praxistipp: Plane die Absenkung so breit wie nötig, aber nicht breiter. Jeder zusätzliche Meter kostet, und manche Gemeinden begrenzen die Breite von Zufahrten ohnehin.
Wie beantragst du eine Bordsteinabsenkung?
Gehweg und Bordstein gehören zur öffentlichen Straße. Deshalb entscheidet die Gemeinde oder der zuständige Straßenbaulastträger, ob und wie abgesenkt wird. Eigenmächtige Arbeiten am Gehweg sind nicht erlaubt.
- Antrag stellen: Beim Tiefbauamt, Straßenbauamt oder der Gemeindeverwaltung. Oft reicht ein formloser Antrag mit Lageplan und gewünschter Breite.
- Prüfung: Die Behörde prüft Verkehrssicherheit, Bäume, Parkplätze und Leitungen im Gehweg.
- Genehmigung und Kostenübernahme: Du unterschreibst, dass du die Kosten trägst.
- Ausführung: Je nach Gemeinde baut die Stadt selbst oder du beauftragst eine zugelassene Straßenbaufirma, teils aus einer vorgegebenen Liste.
- Abnahme: Die Behörde prüft die fertige Absenkung.
Eigenleistung ist in vielen Städten ausdrücklich ausgeschlossen. Die Stadt Augsburg etwa verlangt, dass eine Straßenbaufachfirma aus ihrer Firmenliste beauftragt wird, und schließt Eigenleistungen aus Haftungsgründen aus. Die Regeln unterscheiden sich von Ort zu Ort. Dieser Abschnitt ersetzt keine Rechtsberatung, im Einzelfall entscheidet die zuständige Stelle.
Wer zahlt die Bordsteinabsenkung?
In der Regel zahlt der Grundstückseigentümer, der die Zufahrt haben möchte. Das gilt auch dann, wenn die Stadt die Arbeiten selbst ausführt. Einen Anspruch darauf, dass die Gemeinde die Kosten übernimmt, gibt es meist nicht.
Ausnahmen gibt es, wenn die Gemeinde die Straße ohnehin erneuert. Dann werden neue Zufahrten manchmal im Zuge der Bauarbeiten günstiger mitgebaut. Frag beim Tiefbauamt nach, ob in deiner Straße Arbeiten geplant sind. Wer rechtzeitig fragt, spart oft einen großen Teil der Kosten.
Bei Neubauten gehört die Absenkung zu den Nebenkosten der Außenanlagen. Plane sie deshalb im Budget für Außenanlagen mit ein, sie wird dort häufig vergessen.
Was kommt nach der Absenkung auf dem Grundstück?
Die Absenkung endet an der Grundstücksgrenze. Ab dort baust du die Zufahrt auf eigene Rechnung. Die beiden Beläge sollten gut aneinander anschließen, damit keine Stolperkante und keine Pfütze an der Grenze entsteht.
- Pflaster ist die häufigste Lösung für kurze Zufahrten, die Preise stehen unter Einfahrt pflastern.
- Für große Hofflächen ist Asphalt oft günstiger, siehe Hof asphaltieren.
- Wer die Zufahrt mit einem Tor abschließen will, findet Preise für die Einfriedung unter Gartenzaun setzen lassen.
- Wege und Stellplätze im Garten lassen sich im selben Zug planen, siehe Garten anlegen lassen.
Was ändert sich nach der Absenkung vor deinem Grundstück?
Mit der Absenkung entsteht eine offizielle Grundstückszufahrt. Vor Grundstückseinfahrten dürfen andere nach der Straßenverkehrs-Ordnung nicht parken. Auf schmalen Fahrbahnen gilt das Verbot auch gegenüber der Einfahrt. Ob du selbst vor deiner eigenen Einfahrt parken darfst, wird nicht überall gleich beurteilt, frag im Zweifel beim Ordnungsamt nach.
Fällt durch die Zufahrt ein öffentlicher Parkplatz weg, kann die Gemeinde die Genehmigung verweigern oder an Auflagen knüpfen. Das kommt vor allem in dicht bebauten Straßen vor. Auch Straßenbäume, Laternen und Verkehrsschilder können die Lage der Zufahrt bestimmen. Ein Versetzen solcher Einrichtungen ist möglich, aber teuer und nicht immer erlaubt. Kläre diese Punkte deshalb vor der Planung der Garage oder des Stellplatzes. Dieser Hinweis ersetzt keine Rechtsberatung, im Einzelfall entscheidet die zuständige Stelle.
Häufige Fehler bei der Bordsteinabsenkung
- Zuerst die Zufahrt bauen und dann den Antrag stellen. Passt die genehmigte Lage nicht, muss umgebaut werden.
- Die Bearbeitungszeit unterschätzen. Im Frühjahr sind Behörden und Straßenbaufirmen oft ausgelastet.
- Nur den Bordstein betrachten. Der Gehwegaufbau und Leitungen machen oft den größeren Teil der Kosten aus.
- Kein Angebot vergleichen. Wenn die Gemeinde eine freie Firmenwahl erlaubt, lohnen sich zwei bis drei Angebote.
Was kostet eine Bordsteinabsenkung?
Für eine typische Zufahrt mit 4 bis 6 Metern zahlst du meist 1.500 bis 5.000 Euro. Müssen Leitungen im Gehweg geschützt oder verlegt werden, wird es teurer.
Wo beantrage ich eine Bordsteinabsenkung?
Beim Tiefbauamt, Straßenbauamt oder der Gemeindeverwaltung deiner Stadt. Oft reicht ein formloser Antrag mit Lageplan, Fotos und der gewünschten Breite der Zufahrt.
Darf ich den Bordstein selbst absenken?
Nein. Gehweg und Bordstein gehören zur öffentlichen Straße. Die Arbeiten führt je nach Gemeinde die Stadt selbst oder eine zugelassene Straßenbaufirma aus.
Wer trägt die Kosten der Absenkung?
In der Regel der Grundstückseigentümer, der die Zufahrt beantragt. Das gilt auch, wenn die Stadt selbst baut. Frag nach, ob Straßenarbeiten geplant sind, die Kosten sparen können.
Wie lange dauert eine Bordsteinabsenkung?
Vom Antrag bis zur Fertigstellung vergehen meist 4 bis 12 Wochen. Die eigentlichen Bauarbeiten dauern oft nur ein bis drei Tage.
Zuletzt aktualisiert: September 2026 · Preise als Bundesdurchschnitt inklusive Mehrwertsteuer · Angaben ohne Gewähr.
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