
Terrasse & Wege
Terrasse pflastern: Kosten pro qm mit Unterbau und Entsorgung
Bei einer Terrasse wird der Preis nicht an der Oberfläche entschieden, sondern darunter. Der Belag ist sichtbar und wird deshalb zuerst ausgesucht – die Hälfte der Rechnung entfällt aber auf Aushub, Schotter, Verdichtung und Entsorgung, also auf Arbeit, die später niemand sieht.
Die Kosten nach Posten
| Posten | Preis pro m² |
|---|---|
| Aushub, Abtransport, Entsorgung | 15 bis 40 Euro |
| Schottertragschicht und Verdichtung | 20 bis 35 Euro |
| Splittbett und Abziehen | 10 bis 20 Euro |
| Betonplatten, Standardformat | 25 bis 50 Euro |
| Feinsteinzeug 2 cm | 40 bis 90 Euro |
| Naturstein (Granit, Sandstein) | 50 bis 120 Euro |
| Verlegung | 30 bis 55 Euro |
| Randeinfassung (lfd. Meter) | 20 bis 45 Euro |
In Summe landen die meisten Terrassen bei 90 bis 180 Euro pro Quadratmeter schlüsselfertig. Für 30 Quadratmeter sind das 2.700 bis 5.400 Euro, mit hochwertigem Naturstein auch mehr.
Was den Preis nach oben zieht
- Zugänglichkeit: Kann der Bagger auf das Grundstück? Muss der Aushub über den Vorgarten in Schubkarren transportiert werden, verdoppelt sich der Arbeitsaufwand für den Erdbau.
- Entsorgung: Belasteter Aushub oder alter Bauschutt wird nach Gewicht abgerechnet und ist ein echter Kostentreiber.
- Bodenverhältnisse: Lehm und Torf brauchen tieferen Unterbau und teils ein Geotextil.
- Format und Verband: Großformate ab 80 mal 80 Zentimetern brauchen zwei Personen und einen ebeneren Unterbau. Diagonale Verbände erzeugen Verschnitt.
- Anschluss ans Haus: Der Übergang zur Tür muss die Abdichtung respektieren – hier wird häufig gepfuscht, und die Folge ist ein feuchter Sockel.
Selbst machen oder beauftragen
Der teure Teil ist der Erdbau, und genau der lässt sich gut in Eigenleistung erbringen: Aushub, Schotter einbringen und verdichten. Eine Rüttelplatte kostet im Verleih 50 bis 90 Euro am Tag. Wer nur den Unterbau selbst macht und die Verlegung vergibt, spart bei 30 Quadratmetern grob 1.000 bis 1.800 Euro.
Umgekehrt ist die Verlegung von Großformaten und die Herstellung des Gefälles der Punkt, an dem Laienarbeit sichtbar wird – Kippeln, ungleiche Fugen und Pfützen sind fast immer die Folge eines nicht sauber abgezogenen Splittbetts.
Fugen und Pflege einplanen
- Fugenmaterial: Splitt ist günstig und wasserdurchlässig, muss aber alle paar Jahre nachgefüllt werden. Fugenmörtel ist teurer, dafür unkrautfrei.
- Randeinfassung nicht sparen: Ohne sie wandert der Belag über die Jahre auseinander.
- Reinigung: Hochdruckreiniger nur mit Abstand und niedriger Stufe – er spült Fugen aus und raut Betonplatten auf.
- Niederschlagswassergebühr: Viele Kommunen rechnen nach versiegelter Fläche ab. Wasserdurchlässige Beläge und Sickerfugen können die laufenden Kosten senken – vorher bei der Gemeinde nachfragen.
Hol drei Angebote ein und achte darauf, dass Aushubtiefe, Schotterstärke und Entsorgungsmenge ausdrücklich benannt sind. Ein Angebot, das nur „Terrasse pflastern, 30 m²“ enthält, lässt genau die Positionen offen, die später als Nachtrag kommen.
Was kostet eine 30 qm große Terrasse?
Komplett vom Fachbetrieb mit Aushub, Unterbau und Betonplatten liegst du bei rund 3.000 bis 5.000 Euro. Mit Naturstein und aufwendigem Verband werden daraus schnell 5.500 bis 7.000 Euro.
Wie tief muss der Unterbau sein?
Für eine reine Fußgängerfläche 20 bis 30 Zentimeter Schotter plus 3 bis 5 Zentimeter Splitt. Auf bindigem Lehmboden oder bei befahrbaren Flächen entsprechend mehr.
Brauche ich eine Genehmigung?
Eine ebenerdige Terrasse am Haus ist meist genehmigungsfrei. Anders sieht es aus bei Aufschüttungen, Überdachungen, Grenzbebauung und in Gebieten mit Bebauungsplan, der die versiegelbare Fläche begrenzt.
Zuletzt aktualisiert: August 2026 · Angaben ohne Gewähr · Titelbild: KI-generiert.
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