Neu angelegter Garten mit frisch verlegtem Rollrasen und Beetkanten
Kurz gefasstEin neu angelegter Garten kostet vom Fachbetrieb 60 bis 180 Euro je Quadratmeter – der Erdbau macht davon oft ein Drittel aus.

Garten anlegen

Garten anlegen lassen: Kosten pro Quadratmeter

Bei der Gartenanlage entscheidet die Frage, wie viel gebaut und wie viel gepflanzt wird. Eine reine Grünfläche mit Rasen und Sträuchern bleibt am unteren Ende der Spanne. Sobald Wege, Stufen, Mauern oder eine Bewässerung dazukommen, verdreifacht sich der Quadratmeterpreis.

Die Kosten nach Gewerk

LeistungPreis
Erdarbeiten, Planum, Abtransport15 bis 35 Euro je m²
Rollrasen inkl. Vorbereitung12 bis 22 Euro je m²
Rasenansaat4 bis 9 Euro je m²
Beet anlegen inkl. Pflanzen40 bis 90 Euro je m²
Gartenweg gepflastert90 bis 160 Euro je m²
Hecke setzen, 1,50 m hoch45 bis 120 Euro je lfd. Meter
Trockenmauer aus Naturstein250 bis 450 Euro je m²
Automatische Bewässerung8 bis 16 Euro je m² Fläche

Ein Rechenbeispiel

Für einen Reihenhausgarten von 150 Quadratmetern mit 90 m² Rasen, 30 m² Beeten, 15 Metern Hecke und einem kurzen Plattenweg ergibt sich in der Summe eine Größenordnung von 11.000 bis 16.000 Euro. Kommt eine Terrasse mit 25 Quadratmetern dazu, sind es 15.000 bis 22.000 Euro. Der größte Einzelposten ist dabei fast nie das Grün, sondern der Unterbau unter allem Befestigten.

Lass dir die Entsorgung getrennt ausweisen. Aushub ist je nach Belastung und Region unterschiedlich teuer, und in Pauschalangeboten verschwindet dieser Posten gern – bis der Container kommt.

Wo sich sparen lässt

Am wirksamsten spart der Verzicht auf Höhenunterschiede. Jede Stufe, jede Stützmauer und jede Rampe bedeutet Statik, Entwässerung und Handarbeit. Ein zweiter Hebel ist die Pflanzengröße: Junge Sträucher kosten einen Bruchteil ausgewachsener Solitäre und haben den Rückstand in drei bis vier Jahren aufgeholt.

Umgekehrt spart es selten Geld, die Vorbereitung zu kürzen. Zu dünner Schotter unter dem Weg, fehlende Drainage im lehmigen Boden oder ein nicht verdichtetes Planum unter dem Rasen zeigen sich im zweiten Jahr – und die Nacharbeit kostet mehr als die ursprüngliche Leistung.

Was das Angebot enthalten sollte

Gartenangebote sind selten vergleichbar, weil jeder Betrieb anders gliedert. Fünf Punkte sollten immer einzeln ausgewiesen sein: der Aushub mit Menge in Kubikmetern, die Entsorgung getrennt nach Boden und Bauschutt, der Aufbau je befestigter Fläche mit Schichtdicken, die Pflanzliste mit Art, Größe und Stückzahl sowie die Anwuchspflege im ersten Jahr.

Gerade der letzte Punkt wird oft übersehen. Wässern, Nachpflanzen und der erste Rückschnitt sind Leistungen, die entweder im Angebot stehen oder später zusätzlich berechnet werden. Und wer die Pflanzliste mit Größenangaben schriftlich hat, kann bei der Abnahme prüfen, ob geliefert wurde, was kalkuliert war – bei Gehölzen macht eine Größenstufe schnell den doppelten Preis aus.

Was kostet Rollrasen verlegen lassen?

Mit Bodenvorbereitung, Material und Verlegung liegen die Kosten bei 12 bis 22 Euro je Quadratmeter. Ansaat ist mit 4 bis 9 Euro günstiger, braucht aber eine Saison bis zur Belastbarkeit.

Wann ist die beste Zeit für die Anlage?

Frühjahr und Frühherbst. Betriebe sind dann ausgelastet – wer im Winter anfragt, bekommt oft bessere Preise und frühere Termine.

Lohnt sich Eigenleistung?

Beim Pflanzen und beim Rasen ja, dort steckt viel bezahlte Zeit und wenig Spezialwissen. Bei Entwässerung, Mauern und Pflasterunterbau ist die Fehlerquote hoch und die Nachbesserung teuer.

Zuletzt aktualisiert: August 2026 · Angaben ohne Gewähr · Titelbild: KI-generiert.

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